Vermögensverwaltung im Ausland – rechtssicher und steueroptimiert

Sie möchten im Ausland rechtssicher und steueroptimal investieren?

Oder möchten Sie ein vorhandenes Auslandsinvestment rechtskonform gestalten?

Vermögensverwaltung lebt von breiter Risikostreuung, gerade auch in geografischer Hinsicht. Und Vermögensanlagen haben stets auch einen steuerlichen Aspekt. Beides bekommen Sie natürlich aus einer Hand, wenn Sie strukturierte Produkte, etwa Fonds, ETF’s oder ETC’s kaufen. Doch nicht jeder möchte alles auf strukturierte Bankprodukte setzen. Fühlen auch Sie sich mit unstrukturierten Vermögensanlagen wohler?

Aktuell treiben zwei Themen die deutschen Steuerpflichtigen an bei der Suche nach Vermögensanlagen im Ausland: Die Sorge vor einem Linksruck in der deutschen Politik mit der Aussicht auf die Wiederkehr der Vermögensteuer und Inflationssorgen. Für beides können Vermögensanlagen im Ausland die richtige Lösung sein.

Wer Vermögen im Ausland anlegt, schafft dort eine Einkommensquelle. Mit dieser wird er in dem jeweiligen Land beschränkt steuerpflichtig, vorausgesetzt der Staat erhebt eine der Einkommensteuer entsprechende Steuer. Somit ist das Steuerrecht zweier Staaten zu beachten und vor allem aufeinander abzustimmen, um Doppelbesteuerungen zu vermeiden.

Schutz vor Vermögensteuer durch Auslandsinvestment

Treibt Sie die Sorge um eine kommende Vermögensteuer um?

Nicht erst seit Corona mit der damit einhergehenden ausufernden Staatsverschuldung geht die Sorge um, Deutschland könne wieder die Vermögensteuer einführen. Diese Sorge ist durch die Corona-Krise aber erheblich gewachsen. Sie erscheint auch zusehends berechtigt. Denn es rückt eine taugliche Bemessungsgrundlage in greifbare Nähe. Und genau hier lag die Achilles-Ferse der alten Vermögensteuer.

Theoretisch besteht die Vermögensteuer in Deutschland durchgehend weiter, jedoch wird sie nicht erhoben. Grund ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus 1995: Das hatte entscheiden, dass die Bewertung von Immobilienvermögen zu weit von den tatsächlichen Werten entfernt lag, nämlich tendenziell zu tief, und damit diejenigen mit Geldvermögen oder Wertpapieren benachteiligte, bei denen sich der Wert als Saldo aus dem Kontoauszug ablesen lässt.

Nun musste Deutschland wegen ähnlicher Probleme eine neue Bewertungsgrundlage für die Grundsteuer erarbeiten. Diese ist nun fertig. Sie bildet eine wohl taugliche Bewertungsgrundlage für die Vermögensteuer, so dass deren Reaktivierung rechtspraktisch nichts entgegensteht.

Das bislang fortgeltende Vermögensteuergesetz sieht eine Steuer von 1 % jährlich auf Privatvermögen vor. In Zeiten dauerhaft niedriger Zinsen rentieren manche Vermögensanlagen tiefer, so dass hier die Vermögensteuer eine konfiskatorische Wirkung haben würde.

Vor Vermögensteuer können Auslandsinvestments schützen. Voraussetzung ist aber, dass die Vermögensanlage in einem Land erfolgt, welches selbst eine Vermögensteuer erhebt (aber eine niedrigere) und mit dem ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht, welches dem anderen Staat das Besteuerungsrecht zuweist.

Derzeit erheben nur wenige Staaten noch eine Vermögensteuer. Eine solche persönliche Vermögensteuer gibt es derzeit nur noch in wenigen OECD-Ländern, zum Beispiel in Frankreich, der Schweiz und Norwegen. In vielen Ländern wurde die Vermögensteuer in den vergangenen Jahren abgeschafft (etwa in Italien, Österreich, den Niederlanden oder Schweden) beziehungsweise ausgesetzt (Deutschland). In Spanien wurde sie wieder befristet eingeführt, in Frankreich erhöht. In den meisten Ländern werden aber noch weitere vermögensbezogene Steuern erhoben, zum Beispiel die Grundsteuer auf den Immobilienwert (vor Abzug von Schulden), die Grunderwerbsteuer auf Grundstücksverkäufe oder die Erbschaftsteuer auf Erbschaften und Schenkungen zwischen Personen.

Inflationsschutz durch Auslandsinvestment

Möchten Sie sich mit der Vermögensanlage im Ausland vor Inflation sichern?

Die Inflation hat die Schlagzeilen zurückerobert. Das Thema dominiert seit Wochen die Märkte und sorgt für Nervosität. Im Raum steht die Frage, ob mit dem absehbaren Ende der Pandemie ein anhaltender Teuerungsschub einhergehen wird.

“Die Zukunft sieht somit inflationär aus. Das wäre weiter nicht schlimm, wenn man darauf zählen könnte, dass die Notenbanken die Teuerung entschieden bekämpfen werden. Doch ob sie das tun werden, etwa mit Zinserhöhungen, bleibt offen. So sind viele Volkswirtschaften nach Jahren des frivolen Schuldenmachens derart fremdfinanziert, dass sie sich höhere Zinsen kaum noch leisten können. Überschuldete Regierungen, Firmen und Haushalte sind für ihr Überleben auf billiges Geld angewiesen. Entsprechend gross wird der Druck auf die Zentralbanken sein, gegenüber der Inflation ein Auge zuzudrücken und möglichst lange auf Zinserhöhungen zu verzichten. Dies auch deshalb, weil bei steigender Inflation die Schulden wie von selbst verschwinden.”

NZZ vom 8.6.2021

Die Schweiz und Liechtenstein sind unter dem Aspekt des Inflationsschutzes interessant, haben Sie doch mit dem Schweizer Franken eine Währung, die zwar nicht losgelöst von den Risiken des Euro-Raumes ist, jedoch diese nicht ungefiltert übernimmt.

In Zeiten drohender Inflation gebietet der Vermögensschutz Investitionen in Sachwerte in harter Währung wie etwa dem Schweizer Franken. So wird es zusehends wichtig, in Euro erwirtschaftetes Geld möglichst rasch in eine harte Währung zu konvertieren, um sich vor Abwertung zu schützen.

Zudem sollte nicht ausser Acht gelassen werden, dass eine einmal einsetzende Inflation auch Kapitalverkehrskontrollen nach sich ziehen könnte, die ein einfaches Herausschaffen des im Euro-Raum verdienten Geldes verunmöglichen kann. Jedenfalls geben Initiativen wie die der EU-Kommission, Bargeldtransaktionen oberhalb von mehr als 10 000 Euro zu verbieten, einen Vorgeschmack von möglichen Kapitalverkehrsbeschränkungen unter dem Vorwand der Geldwäschebekämpfung.

Allein durch Unterschiede in den Inflationsraten zweier Währungen und den entsprechend zu erwartenden Abwertungen lassen sich Renditen erzielen, die sich durch Steuereffekte noch vergrössern lassen.