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Das haben Sie bei Umzug aus Deutschland, zB in die Schweiz
zu beachten

Persönliche Steuerpflicht:
Wo √ľberall sind Sie als Person steuerpflichtig?

Im ersten Schritt ist festzustellen, wo Sie und gegebenenfalls Ihre Familienmitglieder pers√∂nlich steuerpflichtig werden w√ľrden, wenn Sie Ihre Pl√§ne umsetzen.

Die persönliche Steuerpflicht bezieht sich auf die Verpflichtung einer Person, bestimmte Steuern auf ihr Einkommen, Vermögen oder andere steuerpflichtige Transaktionen zu zahlen. Die persönliche Steuerpflicht beinhaltet in der Regel die Pflicht, Steuererklärungen einzureichen, um das Einkommen oder Vermögen offen zu legen, sowie die Zahlung der geschuldeten Steuern innerhalb einer bestimmten Frist.

Die pers√∂nliche Steuerpflicht kann je nach Art und H√∂he des Einkommens oder Verm√∂gens einer Person sowie nach ihrer Wohnsitz- oder Aufenthaltsdauer in einem Land unterschiedlich sein. In der Regel sind nat√ľrliche Personen wie Arbeitnehmer, Selbstst√§ndige und Rentner, die in einem Land leben oder Einkommen aus diesem Land erzielen, zur Zahlung von Steuern verpflichtet. Auch Unternehmen sind in der Regel steuerpflichtig.

Es ist wichtig zu beachten, dass die persönliche Steuerpflicht in jedem Land anders geregelt ist und von vielen Faktoren abhängt, einschließlich des Einkommens, des Wohnorts, der Art der Einkommensquellen und der geltenden Steuergesetze und -vorschriften.

Die persönliche Steuerpflicht kann entweder unbeschränkt oder beschränkt sein, abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Wohnsitz, dem Aufenthaltsstatus und der Art des Einkommens einer Person. Im Allgemeinen gilt:

Eine unbeschr√§nkte pers√∂nliche Steuerpflicht besteht in der Regel, wenn eine Person in einem bestimmten Land ihren Wohnsitz oder gew√∂hnlichen Aufenthalt hat und dort ihre Eink√ľnfte oder Verm√∂genswerte erzielt oder h√§lt. In diesem Fall ist die Person verpflichtet, in diesem Land auf ihr gesamtes weltweites Einkommen Steuern zu zahlen.

Eine beschr√§nkte pers√∂nliche Steuerpflicht besteht in der Regel, wenn eine Person Eink√ľnfte oder Verm√∂genswerte in einem Land erzielt oder h√§lt, in dem sie keinen Wohnsitz oder gew√∂hnlichen Aufenthalt hat. In diesem Fall ist die Person in der Regel nur auf ihre in diesem Land erzielten Eink√ľnfte oder Verm√∂genswerte steuerpflichtig. Das deutsche Aussensteuerrecht kennt f√ľr Wegz√ľgler noch die erweiterte beschr√§nkte Steuerpflicht. Diese greift beispielsweise im Rahmen der sog. √ľberdachenden Besteuerung nach dem Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland-Schweiz.

Wo Ihr Wohnsitz ist sind Sie unbeschränkt steuerpflichtig

Fast alle modernen Industriestaaten nehmen den Wohnsitz als vorrangigen Ankn√ľfungspunkt f√ľr die unbeschr√§nkte Steuerpflicht. Unbeschr√§nkte Steuerpflicht heisst, alle Welteink√ľnfte unterliegen in dem Staat gruns√§tzlich der Steuer. Wie der Wohnsitzstaat und die anderen Staaten ‚Äď den Quellenstaaten ‚Äď den doppelte Besteuerungszugriff aufl√∂sen, ist eine nachg√§ngige Frage.

Mit einem Wegzug verlagern Sie Ihre Steuerpflicht ‚Äď eigentlich‚Ķ

Wegzug bezeichnet die vollständige Aufgabe des bisherigen Wohnsitzes. Mit einem Wegzug aus Deutschland in die Schweiz enden nicht alle steuerlichen Verpflichtungen in der alten Heimat.

So gibt es einige Regelungen, sei es einseitig im deutschen Steuerrecht, sei es in Doppelbesteuerungsabkommen, die die deutsche Steuerpflicht um bis zu 10 Jahre erweitern. Das Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz erstreckt die Frist f√ľr die sog. √ľberdachende Besteuerung auf das Jahr des Wegzugs plus 5 weiteren Jahre. W√§hrend der Zeit unterliegt der Wegz√ľgler in Deutschland der erweiterten beschr√§nkten Steuerpflicht bei der Einkommensteuer. Das kann den Steuergriff Deutschlands besonders auf Eink√ľnfte aus Aktien und Wertpapiere deutscher Emittenten auch im Auslandsdepot betreffen oder auf Eink√ľnfte aus selbst√§ndiger T√§tigkeit, die nach Wegzug in Deutschland ausge√ľbt wird, er√∂ffnen.


Bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer gilt bei einem Wegzug in Niedrigsteuergebiet, wie es aus deutscher Steuersicht die gesamte Schweiz ist, f√ľr zehn Jahre die erweiterten unbeschr√§nkten Steuerpflicht. Ist der Wegz√ľgler w√§hrend der Zeit an einem Erbgang oder eienr Schenkung beteiligt, so unterliegt der in Deutschland der ERbschaft- und Schenlungssteuer.

Ein Zweitwohnsitz oder einer Ferienwohnung kann Ihre Steuerpflichten verdoppeln

Zweitwohnsitze und Ferienwohnungen, die jederzeit verf√ľgbar sind, sind Wohnsitze. Selbst, wenn Sie ungenutzt bleiben. F√ľr den Wohnsitz kommt es darauf an, ob man sie nutzen k√∂nnte. Somit k√∂nnen Zweitwohnsitze und Ferienwohnungen Steuerpflichten ausl√∂sen, und das mit teilweise √§usserst unliebsamen Steuerfolgen.

Im Verh√§ltnis Deutschland-Schweiz ist eine Doppelans√§ssigkeit deshalb sch√§dlich, weil sie eine zuvor oft m√ľhsam erreichte Steuerfreistellung von Schweizer Eink√ľnften in Deutschland wieder zunichte macht und in die Steueranrechnung dreht.

Sie haben einen Steuer-Wohnsitz bei Ihrer Familien, selbst wenn Sie woanders wohnen

Eine Familie hat grundsätzlich einen Wohnsitz, den Familienwohnsitz, solange die Familie als solche zusammenlebt. Wohnt ein Ehegatte dennoch woanders, hat er unter Umständen zwei Wohnsitze. Und Steuerpflichten in beiden Staaten.

Deswegen ist besonders bei denjenigen, die zum Arbeiten in die Schweiz ziehen, so wichtig, den familiären Hintergrund zu beleuchten, um die Steuerpflicht in Deutschland richtig einordnen zu können.

Wegzugsbesteuerung

Wer aus Deutschland endg√ľltig wegzieht, unterliegt unter bestimmten Voraussetzungen der sog. Wegzugsbesteuerung. Die Wegzugsbsteuerung im engeren Sinne betrifft Beteiligungen an GmbHs und AGs in Deutschland und weltweit, f√ľr die Deutschland mit dem Wegzug den Steuer-Zugriff verliert, man spricht von steuerlicher Entstrickung. Daher will Deutschland ein letztes Mal das bis zum Wegzug erreichten Wertzuwachs besteuern.

√Ąhnliche Entstrickungstatbest√§nde die eine Steuer beim Wegzug ausl√∂sen gibt es f√ľr Betriebsverm√∂gen generell. Es handelt sich also um eine Wegzugssteuer im weiteren Sinne.

Wer nur vor√ľbergehend aus Deutschland wegzieht ‚Äď etwa Expatriates ‚Äď sollte das dem deutschen Finanzamt so mitteilen, um vor der Wegzugsbesteuerung sicher zu sein.

Sachliche Steuerpflicht:
Welcher Staat darf Ihre Eink√ľnfte besteuern?

Die sachliche Steuerpflicht bezieht sich auf die Verpflichtung einer Person, bestimmte Steuern auf eine bestimmte Art von Einkommen, Verm√∂gen oder Transaktionen zu zahlen. Diese Art der Steuerpflicht h√§ngt von der Art der steuerpflichtigen Eink√ľnfte oder Verm√∂genswerte ab und ist in den Steuergesetzen des jeweiligen Landes geregelt.

Zum Beispiel kann die sachliche Steuerpflicht in Bezug auf das Einkommen unterschieden werden, das aus L√∂hnen, Geh√§ltern, Kapitalertr√§gen oder selbst√§ndiger T√§tigkeit erzielt wird. Andere Arten von sachlicher Steuerpflicht k√∂nnen sich auf bestimmte Transaktionen beziehen, wie z.B. den Verkauf von Grundst√ľcken oder den Import von Waren.

Die sachliche Steuerpflicht kann je nach Art der steuerpflichtigen Eink√ľnfte oder Verm√∂genswerte unterschiedlich sein und kann auch von Land zu Land unterschiedlich sein. Es ist wichtig zu beachten, dass die sachliche Steuerpflicht und die pers√∂nliche Steuerpflicht oft miteinander verkn√ľpft sind, da die pers√∂nliche Steuerpflicht davon abh√§ngt, welche Art von Einkommen oder Verm√∂gen eine Person hat und welche Art von sachlicher Steuerpflicht in Bezug auf diese Eink√ľnfte oder Verm√∂genswerte besteht.

Es sind daher die Einkunftsquellen zu betrachten. Diese lassen sich grob einteilen in

  • Erwerbseink√ľnfte
  • Kapitalverm√∂gen und Immobilien
  • Beteiligungen

Solange Einkunftsquellen in Deutschland nach dem Wegzug fortbestehen, so besteht zeitlich unbegrenzt die darauf beschr√§nkte Steuerpflicht fort. Es sind dann weiterhin Steuererkl√§rungen einzureichen, sofern es sich nicht ausschliesslich um Eink√ľnfte handelt, die Abzugssteuern unterliegen (zB Kapitaleink√ľnfte, f√ľr die die Abgeltungsteuer gilt).

Wie wird die Doppelbesteuerung vermieden?

Wenn sich nach der bisherigen Auswertung ergibt, dass mindestens zwei Staaten die selben Eink√ľnfte besteuern wollen, so liegt ein Fall der Doppelbesteuerung vor. Es ist dann im n√§chsten Schritt festzustellen, wie die Doppelbesteuerung vermieden wird. Die Vermeidung der Doppelbesteuerung kann sich dabei aus einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (Doppelbesteuerungsabkommen) ergeben sowie aus unilateralen nationalen Vorschriften.

Es gibt verschiedene Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Hier sind einige der häufigsten:

  1. Doppelbesteuerungsabkommen (DBA): Ein DBA ist ein bilaterales Abkommen zwischen zwei L√§ndern, das dazu dient, die Doppelbesteuerung zu vermeiden, indem es festlegt, welches Land das Besteuerungsrecht f√ľr bestimmte Einkommensarten oder Verm√∂genswerte hat. DBAs regeln auch die Zusammenarbeit zwischen den Steuerbeh√∂rden der beiden L√§nder und enthalten in der Regel Bestimmungen zur Schlichtung von Steuerstreitigkeiten.
  2. Steueranrechnungen sind ein Verfahren zur Vermeidung der Doppelbesteuerung, bei dem das Land, in dem das Einkommen oder Verm√∂gen erzielt wurde, eine Steuergutschrift gew√§hrt, um die im Wohnstaat des Steuerzahlers gezahlten Steuern zu ber√ľcksichtigen. Nach der Anrechnungsmethode werden die im Ausland gezahlten Steuern auf die inl√§ndische Steuerschuld angerechnet. Das bedeutet, dass der Steuerpflichtige zun√§chst die Eink√ľnfte in beiden L√§ndern versteuert, aber die im Ausland gezahlten Steuern auf die inl√§ndische Steuerschuld angerechnet werden. Die Anrechnungsmethode ist in vielen Doppelbesteuerungsabkommen vorgesehen, um sicherzustellen, dass Steuerpflichtige nicht aufgrund von Doppelbesteuerung benachteiligt werden. Sie sorgt daf√ľr, dass Steuerpflichtige insgesamt nicht mehr Steuern zahlen m√ľssen als bei einer ausschlie√ülichen Besteuerung in einem Land.
  3. Freistellungsmethode: Bei der Freistellungsmethode nimmt ein Staat das Einkommen oder Verm√∂gen, das im Ausland erzielt wurde, von der Besteuerung aus. Die Freistellungsmethode ist eine der beiden g√§ngigen Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung im Rahmen von Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). Bei dieser Methode wird das Einkommen oder Verm√∂gen, das im Ausland erzielt wird, im Wohnsitzstaat des Steuerpflichtigen von der Besteuerung ausgenommen. Das bedeutet, dass das im Ausland erzielte Einkommen oder Verm√∂gen nicht in beiden Staaten besteuert wird. Die Freistellungsmethode ist attraktiv, wenn der Steuersatz im Ausland niedriger ist als im Wohnsitzstaat des Steuerpflichtigen, kommt doch so das niedrigere Steuerniveau zur Geltung. Die Steuerfreistellung kann mit oder ohne Progressionsvorbehalt erfolgen. Der Progressionsvorbehalt sorgt daf√ľr, dass diese steuerfreien Eink√ľnfte bei der Steuerberechnung ber√ľcksichtigt werden, um zu verhindern, dass der Steuersatz f√ľr das steuerpflichtige Einkommen aufgrund des h√∂heren Gesamteinkommens in eine h√∂here Steuerklasse f√§llt ‚Äď die freigestellten Eink√ľnfte werden also steuersatzbestimmend einbezogen.
  4. Verrechnungspreise: Verrechnungspreise sind Preise, die zwischen verbundenen Unternehmen f√ľr Waren, Dienstleistungen oder Rechte festgelegt werden. Wenn diese Preise nicht dem Marktwert entsprechen, kann dies zu einer Doppelbesteuerung f√ľhren. Durch die Festlegung von Verrechnungspreisen auf der Grundlage des Marktwerts wird die Doppelbesteuerung vermieden.

Im Rahmen der Regeln zur Vermeidung der Doppelbesteuerung sind die Regelungen des deutschen Steuerrechts zur Verhinderung von Steuervermeidung, Steuerflucht und Steuermissbrauch zu betrachten. Diese schr√§nken die vorherigen Regeln zur Vermeidung der Doppelbesteuerung, insbesondere nach Doppelbesteuerung, zum Teil wieder ein. Sist eine nach dem Doppelbesteuerngsabkommen gew√§hrte Steuerfreistellung regelm√§ssig davon abh√§ngig, dass aktive Gesch√§ftst√§tigkeiten ausge√ľbt werden. Oder es greift zB die Hinzurechnungsbesteuerung bei Auslandsgesellschaften.

Steuerdeklaration

Wenn gekl√§rt ist, in welchen Staaten Sie mit welchen Eink√ľnften und welchem Verm√∂gen wie steuerpflichtig sind, ist die praktische Umsetzung zu betrachten. Dabei geht es vor allem darum, was Sie konkret zu deklarieren haben und welche Nachweise Sie beizubringen haben.

Neben den ordentlichen Steuererkl√§rungen sieht besonders das deutsche Steuerrecht einige ausserordentliche Steuerdeklarationspflichten vor. So ist beispielsweise der der Erwerb und die Gr√ľndung von gesellschaften und Betrieben im Ausland anzuzeigen sowie gbesimmte gerent√ľberschreitende Steuergestaltungen (DAC 6).

Koordination der nationalen Systeme der sozialen Sicherheit

Neben steuerlichen Folgen hat der Wegzug auch Auswirkungen auf die Sozialversicherung. Die Schweiz ist einbezogen in die europäische Koordination der Sozialversicherungssysteme. Mit dem Wegzug greift grundsätzlich die Sozialversicherung des Wohnstaates.

Die nationalen Sozialversicherungssysteme werden im Rahmen der Personenfreiz√ľgigkeit nicht vereinheitlicht oder harmonisiert, sondern ausschliesslich koordiniert. Jedes Land kann frei entscheiden, wer nach seinen nationalen Rechtsvorschriften versichert werden soll und welche Leistungen zu welchen Bedingungen gew√§hrt werden. Durch die Koordinierung soll sichergestellt werden, dass Arbeitnehmende Versicherungsanspr√ľche nicht verlieren, wenn sie in einem anderen Staat arbeiten. Die Koordinierungsvorschriften gelten f√ľr alle Sozialversicherungszweige, nicht jedoch f√ľr die Sozialhilfe. Dabei gelten folgende f√ľnf Grundregeln:

  1. Festlegung der massgeblichen Rechtsvorschriften und Zahlung von Beitr√§gen: Eine Person unterliegt immer nur den Rechtsvorschriften eines einzigen Landes und zahlt daher auch nur in einem Land Beitr√§ge an die Sozialversicherungen. In der Regel sind Beitr√§ge am Arbeitsort zu bezahlen. Bei einer vor√ľbergehenden Entsendung ins Ausland k√∂nnen Beitr√§ge weiterhin im urspr√ľnglichen Land entrichtet werden.
  2. Das Gleichbehandlungsgebot: Eine Person hat grundsätzlich dieselben Rechte und Pflichten wie die Angehörigen des Landes, in dem sie versichert ist.
  3. Leistungsexport: Geldleistungen werden grunds√§tzlich auch dann gew√§hrt, wenn die anspruchsberechtigte Person in einem anderen als dem Land lebt, das die Leistung gew√§hrt. Dies gilt jedoch nicht f√ľr Arbeitslosenentsch√§digungen, da zwecks Arbeitssuche in einem EU-Staat ein beschr√§nkter Leistungsexport w√§hrend max. dreier Monate gilt. Bestimmte besondere Geldleistungen, die nicht auf Beitr√§gen beruhen (beitragsunabh√§ngige Leistungen) werden nicht ausgerichtet, wenn die betroffene Person im Ausland wohnt.
  4. Anrechnung von ausl√§ndischen Versicherungszeiten: F√ľr die Erf√ľllung der Anspruchsvoraussetzungen f√ľr eine Leistung werden ausl√§ndische Versicherungs-, Besch√§ftigungs- oder Aufenthaltszeiten aus anderen L√§ndern angerechnet, sofern dies n√∂tig ist.
  5. Grundsatz der Kooperation: Die Mitgliedstaaten sind zur Zusammenarbeit verpflichtet.
  • Kranken- und Unfallversicherung: Grunds√§tzlich sind Beitr√§ge am Arbeitsort zu entrichten. Behandlungen werden im Wohnstaat gew√§hrt und in gewissen F√§llen, z. B. bei Grenzg√§ngern, auch am Arbeitsort. Bei vor√ľbergehendem Aufenthalt im Ausland werden die medizinisch notwendigen Leistungen am Aufenthaltsort erbracht. Die Europ√§ische Krankenversicherungskarte (EKVK) hilft in diesem Fall als Nachweis f√ľr einen Anspruch auf Leistungen bei Krankheit im Ausland.
  • Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung: Grunds√§tzlich besteht die Versicherungspflicht am Arbeitsort. Jedes Land, in dem mindestens ein Jahr lang Beitr√§ge geleistet wurden, gew√§hrt eine Altersrente, wenn das Rentenalter des betreffenden Landes erreicht ist. Erworbene Rentenanspr√ľche werden auch ins Ausland exportiert. Wer in zwei oder mehr Staaten versichert war, erh√§lt von jedem Staat eine separate Teilrente. Die Kriterien f√ľr die Gew√§hrung von Hinterlassenen- und Invalidenrenten sind je nach Land unterschiedlich.
  • Berufliche Vorsorge: Erworbene Rentenanspr√ľche aus der berufl ichen Vorsorge werden auch ins Ausland exportiert. Bei definitivem Verlassen der Schweiz ist die Barauszahlung der Austrittsleistung, die aus dem obligatorischen Versicherungsteil resultiert, nicht m√∂glich, sofern resp. solange eine Person in einem EU-Mitgliedstaat versicherungspflichtig ist. Solche Personen k√∂nnen ihr Guthaben auf einer Freiz√ľgigkeitspolice oder einem
  • Freiz√ľgigkeitskonto gutschreiben lassen, damit der Vorsorgeschutz gew√§hrleistet bleibt.‚ÄĘ Arbeitslosenversicherung: Grunds√§tzlich ist der letzte Besch√§ftigungsstaat f√ľr Leistungen bei Arbeitslosigkeit zust√§ndig. Im Fall von Grenzg√§ngerinnen und Grenzg√§ngern ist der Wohnsitzstaat zust√§ndig; der Besch√§ftigungsstaat muss als Ausgleich f√ľr die vereinnahmten Beitr√§ge dem Wohnsitzstaat je nach Dauer des Arbeitsverh√§ltnisses drei resp. max. f√ľnf Monate der gew√§hrten Arbeitslosenentsch√§digung erstatten. Bei Arbeitssuche in einem anderen Staat wird w√§hrend max. dreier Monate die Arbeitslosenentsch√§digung aus dem urspr√ľnglichen Staat weitergezahlt.
  • Familienzulagen: Grunds√§tzlich besteht das Recht auf Familienzulagen am Arbeitsort, auch wenn die Kinder in einem anderen Land wohnen. Wird zus√§tzlich ein Anspruch durch eine Erwerbst√§tigkeit im Wohnland der Kinder ausgel√∂st, ist das Land zust√§ndig, in dem die Kinder leben.

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